Menschen, Länder, Abenteuer

von Harald Scheuplein


Überblendungen:

  • Überblendungen müssen immer gleichzeitig erfolgen, also wenn das eine Bild dunkel wird, muss das andere in gleichem Maße hell werden, damit die Gesamthelligkeit unverändert bleibt. Die Präsentation lebt schließlich von der Ruhe auch bei der Helligkeit. Andere Überblendeffekte, wie sie bei der Videobearbeitung gerne gemacht werden, sollten tunlichst ganz vermieden werden oder nur absolut ganz vereinzelt genutzt werden. Sie bringen Unruhe in die Präsentation. Die Präsentation soll ja von Ihren Bildern Text und Musik leben und nicht von den Überblendeffekten, die die SW-Industrie zur Verfügung stellt. Das stiehlt Ihnen nur die Schau. Nach der Vorführung heißt es "mit welchem tollen Programm hat er diese PPräsentation gemacht?" und nicht "was war das für ein toller Vortrag".

  • Man kann natürlich ganz bewusst das langsame Ausblenden zur Dunkelheit dazu benutzen dem Betrachter etwas mitzuteilen, z.B. dass jetzt ein neuer Abschnitt kommt, der mit dem vorher gezeigten nicht mehr so viel zu tun hat.

  • Ein Kardinalfehler wird oft gemacht: jedes Bild wird gleich lange gezeigt und die Überblendzeiten sind alle gleich. Lange Überblendzeiten sind sinnvoll bei gleichen Bildern, wenn das dritte Bild das als Überlagerung zweier Bilder entsteht auch eine Aussage hat. Aber hier auf gleiche Horizonte oder Bildschwerpunkte achten damit Ruhe in der Bildfolge bleibt. Also z.B. ist im ersten Bild rechts oben die Sonne und im Folgebild an der selben Position die Sonnenblume usw. ...

  • Themenwechsel werden üblicherweise mit kurzen Schnitten unter 0,5 sec. überblendet. Genauso, wenn es sich nicht vermeiden lässt und eine Hochaufnahme zwischen Queraufnahmen verwendet werden, muss kurz überblendet werden. Bei der langen Überblendung sieht man die unterschiedlichen Bildformate, was einen äußerst unruhigen Eindruck vermittelt ... hier passt etwas nicht zusammen in der Folge.

  • Ein weiteres Modulationsmittel bei der Multimedia-Präsentation  ist die Lichthelligkeit. Für jedes Bild kann eine Hüllkurve in der Software definiert werden. Damit können langsame Ein- und Ausblendungen, aber auch zwischendurch die Helligkeit verändert werden. Sinn macht das z.B. bei Lagerfeuern, wenn das Licht flackert. Manche Projektoren und SW haben dafür sogar eine eigene "flash"- Betriebsart. Das kann auch Für Gewitter oder Geschützblitze verwendet werden. Wenn es Abend wird, oder beim Sonnenuntergang kann hier die Helligkeit über einige Sekunden Dauer ganz langsam zurückgenommen werden, um den Abend zu signalisieren. Sie können also das Licht auch als Modulator einsetzen, was früher bei den einfachen Diaprojektoren ja gar nicht möglich war, da hatte man ja nur ein oder aus.